Tag 48 – Puerto Natales / Torres del Paine

Der Wecker stand quälend früh auf 5:30 Uhr. Um 6 Uhr gab es Frühstück im Hostel und um 6:30 Uhr musste ich mich auf den Weg zur Busstation begeben, damit ich um 7 Uhr den Bus zum Torres del Paine Nationalpark nehmen konnte. Dieser ist gute 1,5h Fahrzeit nördlich von Puerto Natales gelegen und so ziemlich der Nationalpark in Patagonien.

Leider hatte es in der Nacht zu stürmen und regnen angefangen, so dass die Wellbleche des Dachs schon die ganze Nacht geklimpert hatten. Das hat sich am morgen auch nicht verbessert und wurde auch nicht besser werdend angekündigt. Nunja, Tickets für Bus und Park waren gekauft, es gab kein Zurück mehr. 😉

Im Nationalpark musste ich dann noch 20min mit einem (kostenpflichtigen) Shuttle-Bus zum Besucherzentrum fahren. Hier begannen die meist mehrtägigen Trecks durch den Park, aber auch mein Tagestreck zum Aussichtspunkt “Base Torres”. 24km, vom Profil vergleichbar mit dem Treck zum Fitz Roy, erst recht flach, dann am Ende ein steiler Anstieg – aber, wie ich sagen muss, anstrengender.

Der Weg ist gut ausgeschildert und folgt eigentlich immer dem Tal das Flusses, der von den umgebenden Gletschern gespeist wird. Zunächst ein, zwei Kilometer im flachen, dann langsam ansteigend seitlich am Tal entlang.

Zum Ende hin geht es dann wieder ähnlich steil, aber etwas länger, seitlich an einem Geröllhang hinauf.

Nach einiger Anstrengung kam ich dann oben am Aussichtspunkt an. Die Sicht war aber leider, wie zu erwarten, bescheiden. Es hat auch beständig geregnet, dort oben gestürmt und das ganze bei wahrscheinlich nur 4 oder 5 Grad. Eigentlich hätte mich dies hier dort erwarten sollen.

Als ich mich auf den Rückweg machte, konnte ich die Finger schon nicht mehr bewegen.

Den Marsch zurück habe ich mir dann mit einem Hörbuch versüßt, war aber dennoch ziemlich durchgefroren, als ich wieder im Besucherzentrum ankam. Meine Regenjacke hielt leider nicht dicht und mein Oberteil war durchgenässt. Ich hatte zum Glück Ersatz mit und konnte mich umziehen.

Im Besucherzentrum durfte ich dann noch 3h warten, bis das Shuttle wieder zur Busstation zurückfuhr und dort noch eine weitere Stunde bis der Bus dann abfuhr. Im Besucherzentrum gab es immerhin noch eine Art Heizung, an der Busstation nur ein Dach. Vielen waren durchgefroren, hatten Aludecken um oder liefen umher um sich warm zu halten. Wirklich toll ist die Infrastruktur dort nicht, dafür dass es doch das Highlight Patagoniens sein soll.

Auf der Busfahrt saß ein Indonesier neben mir, mit dem ich mich nett unterhalten konnte. Er war am Vortag bei bestem Wetter auch schon im Park und hat mir grandiose Fotos aus anderen Bereichen des Parks gezeigt. Wenn das Wetter stimmt, sind die mehrtägigen Trecks bestimmt toll.

Zurück im Hostel habe ich mich dann schnell unter die heiße Dusche begeben und mich ins Bett gekuschelt. Es war dann auch schon halb 11 in der Nacht.

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1 Kommentar

  1. Hallo Olli,
    schade, dass es so schlechtes Wetter war.
    Ohne Regen wäre das bestimmt toll gewesen.
    Hätte ich aber genauso gemacht – sprich: ich hätte es mir angesehen, wenn es als einer “DER” schönsten Parks ausgewiesen ist.
    Trotzdem tolle Fotos und bestimmt ein Erlebnis !!
    VG, Hans-Ulrich

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