Tag 3 in Ushuaia. Nachdem ich gestern ein wenig die Stadt selbst erkundet hatte, beziehungsweise hauptsächlich die Touri-Straße und die Promenade, hatte ich überlegt, heute vielleicht eine der Wanderungen zu einem der Gletscher zu machen oder in den Nationalpark zu fahren. Beides soll nicht sonderlich anstrengend sein.
Aber da wollte der Wettergott nicht ganz mitspielen, es hat den ganzen Tag mal mehr, mal weniger geregnet und am Abend fiel sogar noch Schnee. Es war daher eher ein Entspannungstag im Hotel mit einem kleinen Abstecher in die Stadt, um eine Postkarte abzuschicken – just in dem Moment klarte es sogar mal für eine halbe Stunde auf und ich habe die Chance doch nochmal für einen Gang entlang der Promenade genutzt.






Nach dem Abendessen sah es dann schon so aus:

Heute ging es auch an die “abschließenden” Überlegungen, wie der weitere Weg aussieht. Ursprünglich wollte ich im chilenischen Patagonien die Fähre nehmen, um jetzt entlang der RN40 wieder nach Norden zu fahren. Dann hätte ich den Perito Moreno Gletscher und El Chaltén noch vor mir. Nun liegt dies aber alles schon hinter mir.
Die RN3 an der Atlantikküste wird durchweg als höchst langweilig beschrieben, das war die RN40 abseits der Attraktionen aber auch nicht zu wenig.
Ich habe mich jetzt entschlossen, der RN3 bis Comodoro Rivadavia zu folgen und dort das Land zurück zur RN40 zu queren, um nach San Carlos de Bariloche zu kommen. Dabei lasse ich zwar die Valdes-Halbinsel, mit der Chance auf Seelöwen, Seevögel und Walsichtungen aus, aber es ist gerade sowieso nicht Walsaison und Seelöwen habe ich schon allerlei z.B. in San Francisco gesehen. So spare ich auch einiges an Kilometern.
Allerdings heißt dies auch, dass die nächsten Tage eher weniger spannend werden, es stehen jetzt 3-4000km zumeist Pampa an, bis es in Nordargentinien wieder abwechslungsreich werden soll.